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Schöpfung und Evolution sind kein Gegensatz!

Schöpfungsgeschichten, auch die biblischen, sind das Werk von Dichtern, nicht von Naturwissenschaftlern. Adam und Eva lebten nicht früher einmal, sondern Adam und Eva sind wir. Die Erzählungen von der Entstehung der Welt und der Menschen antworten nicht auf biologische, physikalische oder astronomische Wissensfragen, sondern sie antworten in poetischer Form auf Glaubensfragen: Wer wir sind, wozu wir leben und was unser Platz ist im großen Universum.

Im Selbstversuch schreiben Reli-Schüler(innen) der 10. Klasse 
eigene Schöpfungsgeschichten. Sie werden dabei wie von selbst zu Dichtern, die sich genauso wie die Dichter früherer Völker in der Form des Mythos ausdrücken. Wie bei den Dichtern alter Schöpfungsgeschichten prägt der naturwissenschaftliche Kenntnisstand ihrer Zeit auch die Geschichten der Schüler. Aber genauso wenig wie in den biblischen Schöpfungsgeschichten sind naturwissenschaftliche Aussagen das eigentliche Anliegen der Geschichten. Es geht um Glaubensaussagen über Gott und den Menschen, über die Beziehung zwischen Mensch und Gott, über Größe und Grenzen des Menschen, über Gut und Böse, über unsere Erde und die anderen Lebewesen, über unser Verhältnis zu ihr und über ihre Zukunft.

Schon in der Bibel gibt es nicht nur eine, sondern zwei Schöpfungsgeschichten, die sich in manchem unterscheiden. Wollen Sie die Hintergründe wissen? Dann klicken Sie doch auf eine kurze Präsentation. Sie besteht aus 5 Folien und dauert ca. 3 Minuten.

Die Schülerinnen und Schüler, die eigene Schöpfungsgeschichten verfassen, tun im Prinzip das Gleiche wie die biblischen Autoren: Sie verbinden das naturwissenschaftliche Wissen ihrer Zeit mit Antworten auf Glaubensfragen, die die Naturwissenschaft nicht geben kann. Hier geht´s nun zu den Schöpfungsgeschichten der Schüler(innen).